In einer amerikanischen "Managerschmiede" hatte ein französischer Gastprofessor einen Vortrag zu halten. Sein Thema:
Der Umgang mit der Zeit
Für sein recht großes und Umfangreicher Thema war gerade einmal eine Stunde vorgesehen. Wenig Zeit also um das überhaupt nur im Fundament zu erörtern.
Die jungen angehenden Manager saßen schon ungeduldig im Saal, der Professor kam mit einem knappen bon jours zum Rednerpult.
„Ich will mit Ihnen heute ein kleines Experiment durchführen.” Begann er seinen Vortrag. Er greift unter das Pult und zieht einen durchsichtigen großen Krug hervor und stellt ihn gut sichtbar auf sein Pult.
Alle Teilnehmer konnten den Krug gut sehen, und den Verlauf des Experimentes folgen.
Nach dem er den Krug auf das Pult stellte griff er wieder unter das Pult und holte eine Schüssel mit Tennisball großen Steinen hervor. Er stellte die Schüssel neben den Krug, und legte Stein für Stein in den Krug. Ein paar Steine waren noch in der Glasschüssel als keiner der Tennisball großen Steine mehr in den Krug passt. Der Professor hebt prüfend sein Haupt und frägt:
„ Ist der Krug jetzt voll?”
„JAaaaa !!”
war die Antwort seiner Hörer die nun hofften, dass er endlich mit dem Vortrag beginnen möge. Der Professor griff wieder unter sein Pult, und unter allgemeinem Gemurmel holte er wieder eine Glasschüssel hervor. Auch diese stellte er neben dem Krug mit dem Tennisball - großen Steinen drin. In der Schüssel sind kleinere Steine. Der Professor füllt nun vorsichtig die kleinen Steine hinein, so dass sie die Zwischenräume ausfüllen konnten. Als nun kein Spalt mehr sichtbar war und der Krug abermals voll zu sein scheint, frägt der Professor:„ Ist der Krug jetzt voll?” Ein Gemurmel war im Saal zu hören. Nach einer Weile getraute sich ein ganz mutiger zu sagen:„Nein!”. Wieder griff der Professor unter sein Pult und holte eine dritte Schüssel hervor in der eine kleine Schaufel im Sand steckt. Der Professor nimmt die Schaufel und verteilt den feinen Sand in den kleinen Zwischenräumen. Seine Hörer waren schon mehr als ungeduldig, denn was soll das denn mit dem Thema Zeit, Umgang mit der Zeit zu tun haben. Steine in einen Krug legen, und dafür auch noch einen teuren Gastprofessor angergieren. Das sind doch Kinderspiele. Doch in einer Managerschmiede ist man auch auf Etikette bedacht. Also ließ man geschehen was geschah, und irgendwann auch wenn es lange dauerte, hörte er wieder mit dem Spiel auf und fragte erneut, als ob es seine Hörer erwartet habe. „Ist der Krug jetzt voll?” Die jungen Manageranwärter blicken auf einen Krug mit großen und kleinen Steinen und Sand drin. Was soll das mit der ewigen Frage, ist der Krug jetzt voll? Geht so manchen durch den Kopf, als ob das jemanden interessieren würde. Das Thema ist Zeit Management, nicht Kinderspiel mit Steinen und Sand.
Der Professor wiederholt die Frage:„Ist der Krug jetzt voll?” Und nach dem er noch immer keine Antwort bekam meinte er:„Na gut!” Als ob das nun jemand erwartet hat, er greift unter das Pult und holt einen anderen Krug hervor. Der Krug ist voll mit Wasser, welches der Professor auch gleich vorsichtig in den Krug leert in dem Die großen und die kleinen Steine, sowie der Sand ist. Erleichterung kann man spüren als man sah wie der Krug nun voll ist.
„ Was lernen wir daraus??”
Allgemeines Gemurmel, Fassungslosigkeit, was sollen wir aus dem Kinderspiel lernen, geht es durch so manches Hirn. Was will den der da, nimmt Steine und Sand, was lernen wir daraus? Komischer Typ. Der Professor will das allgemeine Gemurmel gerade durchbrechen, da fasst sich einer und sagt: Wenn wir glauben wir haben einen vollen Terminkalender, dann werden wir immer noch irgendwo Zeit finden um, ... Der Professor fällt ihm ins Wort:
„ NEIN!
Sehen Sie meine Herrn, wenn sie nicht die großen Steine zuerst in den Krug legen, bekommen sie sie, nachher
nicht mehr hinein. Ich spreche von den großen Steinen. Die Großen Brocken im Leben die wichtig sind. Ihre Familie, Ihre Gesundheit, Ihr Glücklichsein, sich einsetzen für eine Sache, eine Vision haben und sie leben, sich Selbst zu begegnen.”
Meine Herrn wissen Sie, Sie lernen viel, und haben später viel um sich herum. Bei mir war es ähnlich. Ich war jung und habe niemanden gehabt der mir das mit dem Krug gezeigt hat. Ja ich habe viel gelernt gehabt, und war weiter am Lernen, doch habe ich in meinen Krug den Sand erst eingefüllt, davon vorsichtshalber etwas mehr. Denn ich glaubte mehr ist immer gut. Bis ich darauf gekommen bin da gibt es noch andere Sachen dann nahm ich die kleinen Steine und füllte weiter an, bis ich auf die Schüssel mit den großen Steinen stieß, doch die hatten dann fast keinen Platz. Nachdem das Wasser drinnen war und ich meinen Krug etwas bewegte, der Professor hat feuchte Augen und greift nach einem Taschentuch, sodann greift er unter sein Pult und nimmt einen mit Sand kleinen und 3 großen Steinen gefüllten Krug hervor. Man sieht sofort einen großen Sprung aus dem das Wasser langsam austritt.
Schauen sie sich den Krug gut an. Denn die großen Steine gehören zuerst hinein. Mit einer Verbeugung verabschiedet sich der Professor.