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Feuerritual
Geschichten

Die leere Flasche

 

Die Geschichte der leeren Flasche, ist eine Geschichte, eigentlich eine Beobachtung der Realität, oder viel mehr, dass was wir, exakter ausgedrückt was ich als Realität halte.
An einem ruhigen Frühlings Wochenende, wir machten einen kleinen Spaziergang und kamen an einem Bach vorbei. Der Bach fließt neben den Häusern in seinen schmalen Bett, in dem einige künstliche Stufen eingebaut wurden. An eben einer solchen Stufe, beobachtete ich eine Flasche. Die Flasche, im reißenden Wasser des Baches, dreht sich auf der Stelle, während von oben unablässig Wasser immer und immer wieder hinunter stürzt. In diesen kleinen künstlichen Wasserfall dreht sich die Flasche auf der Stelle. Manchmal taucht sie unter, und man hat den Anschein, so das war es jetzt, sie schwimmt hinunter. Doch nach knapp einer Minute tauch sie wieder aus den fließen den Wasser auf. Als hätte das Fließen keinen Einfluss auf die Flasche. Das Spiel ging so immer und immer wieder.

Des öfteren dachte ich schon, jetzt ist es soweit, sie marschiert in die Flussrichtung und schwimmt Flussabwärts. Nach mehr als einer halben Stunde verließ ich das Spiel. Die Flasche wird sich sicher noch lange an dem Ort gedreht haben.

Die Flasche konnte nicht davonschwimmen, denn das herabstürzende Wasser erzeugte in diesen unteren Becken eine nicht beobachtbare Kreisbewegung. Obwohl beim ersten hinschauen man der Meinung sein könnte, die schwimmt gleich davon. So das man im nächsten Moment rätselt, wieso sie schon wieder da ist.

Die Geschichte der leeren Flasche, kann auch Beispiel dafür sein, dass das wirklich wesentliche mitunter unsichtbar ist. So kann es auch sei dass wir uns im Strudel des Lebens drehen und drehen, und trotz allem immer an der gleichen Stelle sind (?)

Die Geschichte will Dich sensibilisieren: Viel Bewegung muss kein Fortschritt sein. Ein Fortschritt muss nicht viel Bewegung sein!

Uns gegeben ist der Wille, mächt'ge Macht, nutzen wir sie.
Das Leben die Summer der Umgesetzten Entscheidungen, Freude sei das Geleit.

W.Macek